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Sleepshow (1)

Performative Intervention

ViennaArtWeek/Privatwohnung Punkenhofer
Morizgasse, 1060 Wien
07. 04. 2006, ab 20 Uhr

Sleephow (1) is the first in a series of artistic interventions focusing on temporalily "eliminating" key figures by consentfully drugging them with sleeping pills in strictly defined surroundings and circumstances.
Being host to a dinner party at his own appartment, to which he invited a number of high profile art professionals, it seemed worst to miss his own event and all the opportunities to socialize with his guests – a clear professional and private interest. Thus, Robert Punkenhofer was put to sleep in his son's bedroom, which could only be entered briefly and individually with the artist’s company.
„I had no interest in putting him on public display throughout the party and found it important to stress the intimacy of sleep. In fact, the word spreaded fast and every single guest wanted to take a look at Robert sleeping, whom they had encountered as the superbusy ViennaArtWeek director before.“ says Hangl.


Sleepshow (2)

“Performance & Practise” (Gruppenausstellung/group show)
Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12, 1060 Wien

Ausstellung: 07. 09. – 21. 10. 2006
Performance: 17. 10. 2006, ab 19 Uhr

Während die Ausstellung in Video- und Fotoarbeiten eine Auswahl an Hangls Performance-Arbeiten der letzten Jahre zeigt, präsentiert der Künstler am 17. 10.
eine neue „performative Intervention“, mit der er seine erst kürzlich initiierte Serie SLEEPSHOW in den konventionellen Kunstraum überführt und weiterentwickelt.
In SLEEPSHOW (2), dessen Setting aus einem abgetrennten Raum besteht, der in Analogie zur Peepshow einzeln um einen Euro für exakt eine Minute lang zu betreten ist, ist es der Künstler selbst, der vor Publikum schläft. Nach Einnahme einer Schlaftablette setzt er sich im Rahmen eines Pseudospektakels des Intimen dem zahlenden Voyeur für kurze Zeit aus und verdient so schlafend sein Geld. In SLEEPSHOW (2) hinterfragt Hangl spielerisch den Mythos von Künstlerschaft und künstlerischer Produktion.

Sleepshow (3)

“Hofburg bewegt” (Tanz- u. Performanceparcours)
Österr. Präsidentschaftskanzlei
Hofburg 1, 1010 Wien

Performance: 08. 06. 2009, 19 – 21:30 Uhr

Produktion: Tanzquartier Wien
KuratorInnen: Sigrid Gareis, Chris Haring, Meinhard Rauchensteiner

Der Künstler schläft! Während die Prunkräume des 2. Stocks der Präsidentschaftskanzlei auf Einladung des österreichischen Bundespräsidenten von einer Vielfalt an künstlerischer Aktivität erfülllt sind, liegt der Wiener Performancekünstler Oliver Hangl auf einer Chaise-longue des Präsidenten und schläft. Nach Einnahme einer Schlaftablette setzt er sich den BesucherInnen aus und verdient so schlafend sein Honorar. In Sleepshow hinterfragt Oliver Hangl spielerisch den Mythos von Künstlerschaft und künstlerischer Produktion. Macht und Ohnmacht, Produktion und Verweigerung, Aktivität und Ruhe, der öffentliche und der private Mensch, Distanz und Nähe, der Akt der Projektion und das letzte Refugium der Intimität sind nur einige Schlagwörter, die den Kern dieser radikalen Aktion zu um-schreiben versuchen.
Leider mußte das ursprüngliche Konzept abgeändert werden, da das Staatsoberhaupt nicht dazu bewegt werden konnte, selbst eine Schlaftablette einzunehmen und öffentlich zu schlafen. Das Ziel, ein temporäres Machtvakuum im Staate spielerisch zu erzeugen, konnte somit nicht erreicht werden. What a shame!
Ur-Konzept Sleepshow (3): Sleepshow bezeichnet eine künstlerische Intervention, die der Veranstaltung ihren Protagonisten temporär entzieht: Der Präsident schläft! Das Staatsoberhaupt, die höchste Machtinstanz der Republik ist kurzfristig ausgeschaltet, der Gastgeber nicht da. Was kein Gast glauben wird, ist wahr: während die Hofburg tanzt, schläft der vielbeschäftigte Präsident und versäumt seine eigene Party. Der Künstler schenkt dem Bundespräsidenten, wonach dieser sich vielleicht am meisten sehnt: ein Quantum Schlaf!