twotiming


(dt.)
Konstruktion und Lesbarkeit von Identität stehen im Zentrum dieser Arbeit, die sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Film und Live-Performance bewegt. Spielerisch werden parallele Identitäten konstruiert, die in verschiedenen Medien manipulativ neben- bzw. gegeneinandergestellt werden. Die Verdoppelung von Identität bedeutet
zugleich deren Auflösung – ein Spannungsfeld, das sich dem Rezipienten letztlich als offene Projektionsfläche darstellt.
Ausgangspunkt ist dabei die Stereo-Fotografie, in der zwei verschiedene Menschen (in exakt gleicher Position) übereinandergeblendet werden, sodass sich für den Betrachter ein nicht festzumachendes Mischwesen präsentiert. Die Weiterführung dieses Prinzips in den bewegten Medien Film (Parrallel- und Stereoprojektion) und Live-Performance wird durch den Einsatz von ein-eiigen Zwillingen realisiert.

(engl.)
The construction and readability of identity are central in this work, which oscillates between photography, film and live-performance. In a playful but manipulative way, parallel identities are constructed and set against each other in different media. The doubling of identity indicates its dissolution – a field of tension and open screen at the same time, onto which the viewer is invited to project upon.
The starting point is stereo-photography, in which two different persons (in the exactly same position) are displayed above each other, which results in a strangely mixed subject. The implementation of this principle in the moving media film (parallel and stereo projection) and live performance is made possible through the engagement of identical twins.


twotiming (1)
Kunsthalle Exnergasse, Wien, 16.10.2002, 19.00 Uhr/hrs.

twotiming (2)
MAK NITE „digital park”, 29.10.2002, 22.30 Uhr/hrs.